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Jun
07

Für Alle und Jedermann: alltägliche Gesundheitspflege aus dem Reich der Mitte

Die richtige Lebensweise und Lebensgewohnheiten

siesta-in-china2Am umfangreichsten sind die Ausführungen zu Lebensweise und Lebensgewohnheiten. Damit könne man auf einfache Weise am meisten erreichen. Mit der Natur und seiner Umwelt im Einklang zu leben und die äußeren und inneren10 Naturgesetzlichkeiten zu beachten wurde weiter oben bereits angesprochen. In diesem Zusammenhang steht auch die starke Betonung der Regelmäßigkeit. Ein routinierter Tagesablauf und der 'richtige' Rhythmus bei allen Dingen; alles zu seiner Zeit – Arbeiten, Essen und besonders Schlafen. Regelmäßig und zeitig schlafen zu gehen und ebenso zeitig aufzustehen, legt uns zum Beispiel folgendes allerorten bekanntes Sprichwort nahe: 早睡早起身体好 (Zǎoshuì zǎoqǐ shēntǐ hǎo). Wer dies einhält, kann sich demzufolge über eine gute Gesundheit freuen. Mindestens ebenso wichtig ist in China aber das Mittagsschläfchen (午休 Wǔxiū) oder doch zumindest ein kleines Nickerchen. Und so sieht man zur Mittagsstunde überall die schweren Köpfe auf die verschränkten Armen sinken - manch einer bringt seinen Klappstuhl in Position oder verkrümelt sich ins Auto und stellt Lehne zurück. Man muss eben nur die Prioritäten richtig setzen. Wer trotzdem nicht in den Genuss kommt oder wem nicht danach ist, der orientiert sich an einem anderen Sprichwort, das uns wohl ebenso geläufig sein dürfte: 饭后白步走, 活到九十九 (Fàn hòu bái bù zǒu, huó dào jiǔshíjiǔ). Nach dem Essen sollst du ruh'n, oder 100 Schritten tun.

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Was im kleinen für die mittägliche Siesta zutrifft, das wird im großen auf den ganzen Lebensstil übertragen. Ruhig und ausgeglichen soll das eigene Leben sein („心平气和" xīnpíng qìhé) - nicht zu viel Stress, keine extremen Höhen und Tiefen. Alles geht seinen Gang. Und noch ein weiteres so einfach wie vernünftiges Konzept wird von vielen Chinesen immer wieder angeführt: 中庸 zhōngyōng. Gesundes Maß halten, ein gutes Verhältnis aller Dinge wahren und Extreme meiden – sei es nun körperlicher, geistiger oder emotionaler Natur. Entsprechend wird zu viel an körperlicher und geistiger Aktivität genauso abgelehnt, wie die absolute Abstinenz. Wer den Lernalltag chinesischer Schüler und Studenten kennt, fragt sich allerdings manchmal, wo und wann dieses Prinzip auf der Strecke geblieben ist. Der Druck in chinesischen Bildungssystem ist enorm – und so bekommen schon die kleinsten weit vor dem Kindergartenalter Sonderunterricht verpasst, um all den Anderen später einen kleinen Schritt voraus zu sein.
Was von jungen und alten Chinesen gleichermaßen genannt wird, um gesund zu bleiben, ist das Warmhalten von Händen und Füßen. So werden z.B. warme Fußbäder vor dem Schlafen gehen angeraten. Besonders während meines letzten chinesischen Winters mitten in der chinesischen Provinz habe ich davon nur allzu gern Gebrauch gemacht. Heizung gab es dort nicht wirklich und auch die Fenster waren alles Andere als dicht. Umgekehrt solle man das ständige Waschen der Hände mit kaltem Wasser auf jeden Fall vermeiden. Das würde im Alter womöglich zu Arthritis führen. Der Rest des Körpers hingegen könne durchaus auch einmal etwas frösteln. Während man im wechselhaften Frühlingswetter seine Sachen ruhig ein wenig länger anbehalten solle, um nicht krank zu werden, heißt es im Herbst, der kühlen Brise zu widerstehen, um den Körper auf die nahende Winterkälte vorzubereiten 春捂秋冻老了没病 (chūn wǔ qiū dòng lǎo le méi bìng). Und es kommt noch besser: Nicht nur ein bisschen kalt, sondern auch ein wenig hungrig darf es demnach sein – das würde zu Gesundheit und einem langen Leben führen: 三分饥寒保平安 (sān fēn jī hán bǎo píng'ān) . So befremdlich diese Ratschlag auch wirken mag, gibt es inzwischen verschiedene wissenschaftliche Studien, die genau dies bestätigen.

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