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Mär
13

back in Chenjiagou

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Dienstag. Schön wieder hier zu sein...immerhin ist das letzte Mal schon gut drei Jahre her. So ganz ohne Großstadt-Verkehr, ohne TV (was ich in den letzten 7 Jahren aber auch nicht vermisst habe , seit ich die Kiste damals raus geschmissen habe ), ohne den ganzen Stress unserer so 'modernen Zivilisation'.

Das erste, was man früh morgens hört sind die Hähne – nein nicht die Wasserhähne. Die haben manchmal ohnehin erst ab 7 Munition. Dann kommen die Tauben, die vor sich hin gurren (und ganz schön nerven können) und etwa ne dreiviertel Stunde später dann die alt bekannten Händler, welche versuchen, ihren Tofu und all die anderen Dinge des täglichen Bedarfs an den Mann oder die Hausfrau zu bringen.

 

Img 0600Nach dem Morgentraining erstmal ein warmer Mantou und eine Schüssel leicht verdauliche Reissuppe – dazu 2-3 einfache Gemüsegerichte... Gutes kann so einfach sein ;) Und im Winter kann man sich auch noch so wunderbar die kalten Pfoten an der Schüssel wärmen – nur aufpassen muss man, dass man sich dabei nicht die Gusche verbrennt.

Statt auf der faulen Haut zu liegen, wollte ich meinen ersten Tag auch angemessen beginnen und bin gleich voll mit ins Training eingestiegen. Nachmittags sind die Beine dann trotz der Vorbereitung in Deutschland ziemlich lahm geworden. Aber von nix kommt eben auch nix, dacht' ich mir – und hab mich vor dem Abendessen auch noch zum Sprint-Training am Kanal mitschleifen lassen. Das sollte sich allerdings zwei Tage später noch rächen. Ich sag' nur: extrem böser Ganzkörpermuskelkater – natürlich besonders in den Beinen. Genauso wie beim letzten Mal... Achja da kommen gleich noch romantische Erinnerungen hoch ;)

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 Noch fließt kein Wasser durch den künstlichen Damm – daran basteln Sie ja immerhin schon seit über 4 Jahren. Aber ein großer Teil der Strecke ist inzwischen betoniert und hat ne ziemlich gute Neigung. Also alle oben aufgestellt und los gings. Hüben runter, und drüben hoch gesprintet. Spätestens nach dem zehnten Mal waren dann auch die fittesten breit und wir sind K.O. aber dafür umso hungriger zurück in Richtung Küche gewatschelt. Um sechs Uhr ist Essenszeit. Ich war schon gespannt, was es zum Abendessen geben würde. Naja eigentlich wusste ich es ja schon.... Mantou, Gemüse und Reissuppe :)

Nach den ersten Tagen in China bin ich überrascht, wie schnell sich mein Hirn doch auf die chinesische Sprache eingestellt hat. Und es hilft einem ungemein... Um die Leute im Alltag zu verstehen, um in Kontakt mit den Mitschülern zu kommen, Späße zu machen und und und... Eigentlich sind die Chinesen gar nicht so distanziert – man muss bloß erst mal die erste Hürde nehmen... und natürlich die Sprachbarriere überwinden. Dann tauen sie auf und werden zunehmend neugierig und ziehen einem wer weiß was für Sachen aus der Nase ;) Inzwischen verstehe ich selbst unseren Shifu einigermaßen und bekomme so wesentlich mehr davon mit, was er zwischendurch so erklärt. Je mehr die Leute allerdings glauben, dass man sie versteht, desto weniger Mühe geben sie sich beim – deutlich – sprechen und plappern einfach wild drauf los als wär' ich einer aus Dorf. Hinzu kommt, dass die Schüler hier aus allen möglichen chinesischen Provinzen kommen, und sich teilweise selbst untereinander nicht richtig verstehen und dann nachfragen müssen. Ihr seht schon... es gibt noch viel Arbeit ;) Aber ganz allgemein: China ohne Chinesisch – ist eigentlich fast schon raus geschmissenes Geld, weil man von der ganzen Kultur überhaupt nur einen sehr geringen Teil erfährt...

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Immer im Hinterkopf habe ich dabei natürlich die Speißekarten mit ganzen chinesischen Köstlichkeiten, die man ja auch erst einmal entziffern und bestellen muss, statt jeden Tag Ananas am Spieß oder Youbing auf der Straße essen zu müssen (aber dazu ein anderen Mal mehr).

Die chinesische Sprache und Schrift zu lernen braucht nur dummerweise ein gaaaanz klein wenig mehr Zeit, als man das vielleicht von Spanisch, Französisch und all den anderen 'Klassikern' so gewohnt ist. Und ne Menge Geduld – bzw. 'Kungfu' was man erst mal hinein stecken muss... Genauso wie auch beim Wushu.

 Wie der Alltag bei uns auf dem Lande so aussieht, erfahrt ihr dann in den folgenden Beiträgen. Bis dahin erstmal: 再见 zaijian!

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