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Mai
08
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Taichi Artikelserie LVZ - RND Netzwerk

Taichi kennenlernen - eine Artikelserie

Wenn man auf der Straße die Menschen fragt, ob sie schonmal was von Taichi gehört haben, sieht man oft in ratlose Gesichter. Nach oben gezogene Augenbrauen, eine in Falten gelegte Stirn oder Schulterzucken.

„Das ist doch dieses neue Nahrungsergänzungsmittel, oder?“ ─ „Eine Krankheit vielleicht?“ ─ „Irgend so ein Pflegeprodukt, stimmts?“ ─ „Japanische Tütenchips?“

Damit sowas in Zukunft etwas weniger häufig passiert, Taichi (als auch Qigong) endlich mehr in der Mitte der Gesellschaft ankommen, geschätzt werden und die Menschen eine realistischere Vorstellung davon haben, was das eigentlich ist (und das es vom Wesen her eigentlich sehr wenig mit 'esoterischem Zeug' zu tun hat und auch nicht nur ein 'Seniorensport' ist), darum haben wir uns entschieden, eine kleine Artikelserie zu starten.

Übrigens: falls du direkt aus Leipzig kommst, kannst du bei Interesse + Neugier auch jederzeit einmal spontan vorbei schnuppern - du findest uns zu den bekannten Zeiten hier im Clara-Park.

Günstig dafür sind z.B. die folgenden Termine:
Qigong Mo 11:30 / Di 17:15 und Taichi Di 18:30 / Do 18:30

Nicht aus Leipzig? Auch kein Problem - vielleicht wohnst du ja ganz in der Nähe eines der nächsten GrundlagenWorkshops :)


Übersicht aller Beiträge

An dieser Stelle findest du alle Beiträge, die begleitend zur Artikelserie des RND-Redaktionsnetzwerkes (vielleicht auch in deiner Zeitung?) erscheinen werden. Dies wird etwas zeitversetzt zu den veröffentlichten Zeitungsartikeln geschehen - denn erstens: gut Ding will Weile haben ... und zweitens: schon ein altes buddhistisches Sprichwort lehrt uns:

"Willst du lange leben, lebe langsam".

Schau auch gern hin und wieder einmal im BLOG vorbei - auch hier gibt es immer wieder Beiträge mit thematisch verwandten Inhalten (die vielleicht nicht unbedingt mit in der folgenden Liste auftauchen). 

Und nun: viel Spaß beim lesen :)
 

  • Aspekte der Übungspraxis – Gesundheit, Entspannung, Kampfkunst und mehr

  • Rujing – Eintauchen in die Stille

  • Zhan-Zhuang – Die Grundhaltung im Qigong und Taichi

  • Chansigong – und der schwimmende Drache

  • Wäsche ausschütteln in Zeitlupe – oder: Das Qi wecken und dem Atem regulieren

  • Schäfchenwolken bei Windstärke zwei – oder: Die Basisübung 'Wolkenhände'

  • Zum 'runter kommen' und abschließen – Hände senken, um Qi + Atem zu beruhigen

  • Fülle und Leere – Gewichtsverlagerung und Richtungswechsel im Taichi

  • Der Drache spielt mit der Kugel – BrainGym aus Fernost

  • Yin & Yang – eine unendliche (Liebes)Geschichte

  • TuiShou – die schiebenden (und klebenden) Hände

  • Schon wieder Wolken... – Arme kreisen und Wolken teilen + Partnerübung

  • Die Wildgans steigt empor – ganz und gar nicht wild

  • den Affen zurück weisen – oder: die Welle rollt in Richtung Strand

  • Der Kranich begrüßt den Mond – Beine verknoten für Anfänger

  • Auf einen Blick – alle kurzen Videos zum anschauen und mitmachen

  • Zum spielen und ausprobieren – jetzt wird’s etwas komplizierter :)

  • Und jetzt? – Falls du Lust auf mehr bekommen hast …

 

 

Intro-Text

Yoga ist damals - vor über 4 Jahrzehnten - über Indien oder Umwege nach Europa und Deutschland gekommen und wurde anfangs noch genauso belächelt oder teils unwissend, teils begleitet von Vorurteilen betrachtet, wie es heute vielfach noch beim Taichi oder Qigong der Fall ist.

Mittlerweile weiß fast jeder Greis und jedes Kind etwas mit dem Begriff YOGA anzufangen und hat eine grobe Idee, was das ist und was man da eigentlich macht. Seither hat diese Übungsmethode das Leben vieler Menschen bereichert und begleitet, sie gesünder und entspannter werden lassen und auch Impulse für die persönliche Weiterentwicklung als Mensch gegeben. Wir meinen, ist an der Zeit, dass die Menschen auch etwas mehr über Taichi erfahren. Denn nicht jeder isst so gern Sahnetorte, vegetarische Gemüsepfanne oder Schweineschnitzel, wie sein Nachbar. Und nicht jeder Arzt passt zu jedem Patienten. Und das ist gut so, denn es bedeutet Vielfalt.

Ebenso ist es mit dem Übungsmethoden – es geht darum sich darin auszuprobieren, bis man genau das gefunden hat, was gut zu einem passt. Die Vielfalt der Übungswege und Methoden ist in diesem also mehr als positiv. Taichi und Qigong können die Landschaft hier nachhaltig bereichern und auch bestehende Übungssysteme und Ansätze durch ihre ganz eigenen Aspekte und Perspektive ergänzen und zur Weiterentwicklung inspirieren.

In den nächsten Wochen folgen an dieser Stelle – begleitend zur 10-wöchigen Artikelserie in Kooperation mit den Tageszeitungen des RND-Netzwerkes – einige weiterführende Beiträge zum Taichi.
 

Damit die Übungen der folgenden Stunden ihre Wirkungen sowohl auf körperlicher, als auch auf psychisch-mentaler und emotionaler Ebene besser entfalten können, möchten wir Dir vorab gern noch einige Empfehlungen geben:

• Lass die bewegten Bilder (Videos) und unterstützenden Erklärungen erst einmal auf dich wirken und mache dich damit vertraut, bevor du beginnst

• Entdecke die Übungen neugierig und spielerisch – mit der Haltung eines dreijährigen Kindes: unvoreingenommen, ohne Erwartungen oder Vorannahmen, was dabei passieren könnte, oder was du dabei spüren wirst – und immer ganz ohne Bewertung. Dies wird häufig auch als Üben mit  dem 'Geist des Anfängers' bezeichnet, was keine negative Bewertung, sondern durchaus wünschenswert ist.

• Nimm dir ausreichend Zeit - sowohl für das Üben, als auch für einen kleinen Puffer zum Ausklingen lassen und um langsam wieder auf 'Alltagsmodus' umzuschalten und 'aufzutauchen'

• Hab' etwas Geduld mit dir selbst – diese Art der Übung hat nichts mit Sport, Wettkampf oder persönlicher Bestleistung zu tun. Es gilt nichts zu erreichen außerhalb unserer selbst, sondern mehr um das Tun, um den Weg des Sich-Übens; um das Erfahren, (sich selbst) entdecken und kultivieren. Die Methode (egal ob Qigong, Yoga, Taichi oder eine andere) dient uns dabei nur als eine Art Werkzeug. Welches Werkzeug am besten zu uns passt – das müssen wir zu Beginn erst heraus finden.

• Sei dir bewusst, dass du (neben 'körperlichen Empfindungen') zu Beginn vielleicht noch gar nichts weiter spürst – und sich die tiefere Wirkung und Wahrnehmung der Übungen vielleicht erst nach einigen Tagen oder Wochen langsam entfalten.

• Und jetzt:  vergiss alles andere... und hab' Spaß beim Spielen und Entdecken

 

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